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Wissen/Lexikon

Arbeitsschutz-Lexikon

Wichtige Fachbegriffe aus Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Prävention verständlich erklärt.

A

  • Absturzsicherung
  • AMS

    Arbeitsmedizinischer und Sicherheitstechnischer Dienst – von einigen Berufsgenossenschaften (z.B. BGW, BGN, BG ETEM) angebotener eigener Betreuungsdienst. Bietet sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung aus einer Hand, besonders für kleine und mittlere Betriebe.

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
  • Arbeitsunfall
  • ArbStättV

    Arbeitsstättenverordnung – regelt Anforderungen an die Einrichtung und den Betrieb von Arbeitsstätten (Beleuchtung, Raumtemperatur, Fluchtwege, etc.).

  • ASA

    Arbeitsschutzausschuss – muss in Betrieben ab 20 Beschäftigten gebildet werden und tagt mindestens vierteljährlich.

  • ASiG

    Arbeitssicherheitsgesetz – regelt die Bestellung von Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit.

  • ASR A2.3 - Fluchtwege und Notausgänge

B

  • BEM

    Betriebliches Eingliederungsmanagement – Pflichtverfahren wenn Beschäftigte innerhalb von 12 Monaten länger als 6 Wochen arbeitsunfähig sind.

  • Berufsgenossenschaft
  • Betriebsarzt

    Arbeitsmediziner, der den Arbeitgeber in Fragen des Gesundheitsschutzes berät. Nach ASiG und DGUV Vorschrift 2 ist die arbeitsmedizinische Betreuung für alle Unternehmen Pflicht – unabhängig von der Betriebsgröße. Zu den Aufgaben gehören Vorsorgeuntersuchungen, Begehungen, Beratung bei der Gefährdungsbeurteilung und Wiedereingliederung.

  • BetrSichV

    Betriebssicherheitsverordnung – regelt die Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln sowie den Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen.

  • BG ETEM

    Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse – zuständig für Branchen wie Elektro, Textil, Medien und Energieversorgung.

  • BGF

    Betriebliche Gesundheitsförderung – konkrete Maßnahmen wie Bewegungsangebote, Gesundheitsprogramme oder ergonomische Arbeitsplatzgestaltung.

  • BGM

    Betriebliches Gesundheitsmanagement – systematischer Ansatz zur langfristigen Gesundheitsförderung, verbindet Arbeitsschutz, BEM und BGF.

  • BioStoffV

    Biostoffverordnung – regelt den Schutz der Beschäftigten bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen.

  • Brandschutzzeichen
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

D

E

  • EHS

    Environment, Health & Safety – internationaler Begriff für Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsmanagement.

  • EMAS

    Eco-Management and Audit Scheme – EU-Umweltmanagementsystem, geht über ISO 14001 hinaus mit verpflichtender Umwelterklärung.

  • Ersthelfer im Betrieb

G

  • GBU

    Abkürzung für Gefährdungsbeurteilung.

  • Gebotszeichen
  • Gefährdungsbeurteilung

    Zentrale Pflicht nach §5 ArbSchG. Systematische Ermittlung und Bewertung aller Gefährdungen am Arbeitsplatz mit Ableitung von Schutzmaßnahmen.

  • GefStoffV

    Gefahrstoffverordnung – regelt den Umgang mit gefährlichen Stoffen am Arbeitsplatz, inkl. Kennzeichnung, Lagerung und Schutzmaßnahmen.

H

  • HSE

    Health, Safety, Environment – Gesundheit, Sicherheit und Umwelt. Häufige Abteilungsbezeichnung in internationalen Unternehmen.

I

  • ISO 14001

    Internationale Norm für Umweltmanagementsysteme. Definiert Anforderungen an Umweltpolitik, Planung und kontinuierliche Verbesserung.

  • ISO 45001

    Internationale Norm für Arbeitsschutzmanagementsysteme. Ersetzt seit 2018 die OHSAS 18001.

J

K

  • KomNet

    Kompetenznetz Arbeitsschutz NRW – Beratungsnetzwerk für Fragen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

L

  • LasthandhabV

    Lastenhandhabungsverordnung – regelt den Schutz der Beschäftigten bei manueller Handhabung von Lasten (Heben, Tragen, etc.).

M

O

  • OStrV

    Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch optische Strahlung (Laser, UV-Strahlung, etc.).

P

  • Prüfung elektrischer Betriebsmittel (DGUV V3)
  • PSA

    Persönliche Schutzausrüstung – alle Ausrüstungen, die Beschäftigte bei der Arbeit vor Gefährdungen schützen (Helm, Handschuhe, Gehörschutz, etc.).

  • PSA-Verordnung

    EU-Verordnung 2016/425 über persönliche Schutzausrüstung. Regelt Anforderungen an Herstellung, Prüfung und Kennzeichnung.

Q

  • QHSE

    Quality, Health, Safety, Environment – erweitert HSE um den Qualitätsaspekt.

S

  • SGB VII

    Sozialgesetzbuch VII – Gesetzliche Unfallversicherung. Regelt Prävention, Rehabilitation und Entschädigung bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.

  • SiBeauftragter

    Sicherheitsbeauftragter – ehrenamtliche Funktion, unterstützt den Arbeitgeber bei der Unfallverhütung. Ab 20 (künftig 50) Beschäftigten Pflicht.

  • Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo)
  • SiFa

    Sicherheitsfachkraft / Fachkraft für Arbeitssicherheit – berät und unterstützt den Arbeitgeber in allen Fragen der Arbeitssicherheit. Ausbildung nach DGUV.

T

  • TRBS

    Technische Regeln für Betriebssicherheit – konkretisieren die Betriebssicherheitsverordnung für die Praxis.

  • TRGS

    Technische Regeln für Gefahrstoffe – geben den Stand der Technik für den Umgang mit Gefahrstoffen wieder.

U

  • Unfallkasse
  • Unterweisung

    Pflichtschulung nach §12 ArbSchG. Beschäftigte müssen mindestens jährlich über Gefährdungen und Schutzmaßnahmen an ihrem Arbeitsplatz unterwiesen werden.

V

W

  • Warnzeichen
  • WZ-Code

    Wirtschaftszweig-Code – Klassifikation der Wirtschaftszweige. Bestimmt die Zuordnung zu Betreuungsgruppen nach DGUV Vorschrift 2.