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Persönliche Schutzausrüstung

Finden Sie PSA-Anbieter, Online-Shops und Hersteller für alle Bereiche der persönlichen Schutzausrüstung — von Sicherheitsschuhen über Atemschutz bis zur Absturzsicherung.

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Warum ist PSA so wichtig?

Persönliche Schutzausrüstung ist die letzte Barriere zwischen Beschäftigten und Gefahren am Arbeitsplatz. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben und muss vom Arbeitgeber kostenlos bereitgestellt werden.

Gesetzliche Pflicht

PSA-Bereitstellung nach PSA-Benutzungsverordnung und DGUV Regel 112-189.

Beschäftigte schützen

Über 800.000 Arbeitsunfälle pro Jahr in Deutschland — PSA rettet Leben.

BG-Prämien nutzen

Viele Berufsgenossenschaften fördern PSA-Anschaffungen mit Prämien und Zuschüssen.

Pflichten des Arbeitgebers bei PSA

Die Bereitstellung von PSA ist kein freiwilliger Bonus — sie ist gesetzlich geregelt im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), der PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) und zahlreichen DGUV-Regeln. Arbeitgeber müssen diese Pflichten erfüllen:

1

Gefährdungsbeurteilung

Vor der Beschaffung steht die Gefährdungsbeurteilung nach §5 ArbSchG. Sie bestimmt, welche PSA für welche Tätigkeit notwendig ist. Ohne dokumentierte Gefährdungsbeurteilung ist jede PSA-Auswahl willkürlich.

2

Kostenlose Bereitstellung

Der Arbeitgeber muss die PSA auf seine Kosten beschaffen und in ausreichender Menge bereitstellen (§3 PSA-BV). Mitarbeiter dürfen nicht an den Kosten beteiligt werden — auch nicht anteilig.

3

Unterweisung & Tragepflicht

Beschäftigte müssen vor der ersten Benutzung und danach mindestens jährlich unterwiesen werden (§3 PSA-BV). Bei Kategorie-III-PSA (z.B. Absturzsicherung, Atemschutz) sind praktische Übungen Pflicht.

4

Wartung & Austausch

PSA muss ordnungsgemäß gelagert, gewartet, repariert und rechtzeitig ausgetauscht werden. Abgelaufene, beschädigte oder nicht mehr zertifizierte Ausrüstung darf nicht verwendet werden.

Das TOP-Prinzip: PSA ist die letzte Maßnahme

PSA kommt erst zum Einsatz, wenn technische Maßnahmen (T), organisatorische Maßnahmen (O) und persönliche Verhaltensregeln (P) die Gefährdung nicht ausreichend minimieren können. Die sogenannte Maßnahmenhierarchie ist in §4 ArbSchG verankert: Gefahrenquellen beseitigen > technisch abschirmen > organisatorisch regeln > erst dann: PSA einsetzen.

PSA richtig beschaffen — Checkliste für Einkäufer

Die Beschaffung von PSA ist mehr als eine Bestellung im Online-Shop. Wer die folgenden Punkte beachtet, spart langfristig Kosten und schützt seine Mitarbeiter bestmöglich.

1

CE-Kennzeichnung prüfen

Nur PSA mit gültiger CE-Kennzeichnung und EU-Konformitätserklärung darf in Verkehr gebracht und verwendet werden. Die CE-Kennzeichnung bestätigt die Konformität mit der EU-Verordnung 2016/425.

2

Passende Norm identifizieren

Jede PSA-Art hat zugehörige EN- oder ISO-Normen (z.B. EN ISO 20345 für Sicherheitsschuhe, EN 388 für Schnittschutzhandschuhe). Die Norm definiert Prüfverfahren und Mindestanforderungen — prüfen Sie, ob die Schutzklasse zum Risiko passt.

3

Tragekomfort testen

PSA, die unbequem ist, wird nicht getragen. Lassen Sie Beschäftigte Muster testen, bevor Sie in großen Stückzahlen bestellen. Viele Hersteller stellen kostenlose Bemusterung zur Verfügung.

4

Kombinierbarkeit sicherstellen

Werden mehrere PSA-Arten gleichzeitig getragen (z.B. Helm + Gehörschutz + Schutzbrille), darf die Schutzwirkung nicht beeinträchtigt werden. Testen Sie die Kombination im Einsatz.

5

Lieferkette und Verfügbarkeit

Achten Sie auf zuverlässige Lieferzeiten und ausreichende Lagerbestände. Ein Ersatz-Lieferant für kritische PSA vermeidet Engpässe. Viele Anbieter auf arbeitsschutz.de bieten Rahmenverträge an.

6

BG-Förderung prüfen

Viele Berufsgenossenschaften bezuschussen die Anschaffung hochwertiger PSA mit Prämien von bis zu 50% — insbesondere bei ergonomischer PSA, lärmgeminderten Geräten oder Absturzsicherungen.

PSA-Kategorien nach EU-Verordnung 2016/425

Die EU-Verordnung teilt PSA in drei Risikokategorien ein. Die Kategorie bestimmt, welches Konformitätsbewertungsverfahren ein Hersteller durchlaufen muss — und welche Pflichten Arbeitgeber bei Unterweisung und Prüfung haben.

Kategorie I

Einfache PSA — Geringe Risiken

Schutz gegen oberflächliche mechanische Verletzungen, Kontakt mit schwach wirkenden Reinigungsmitteln, UV-Strahlung (Sonnenbrillen), Witterung. Selbstzertifizierung durch den Hersteller genügt.

Beispiele: Gartenhandschuhe, leichte Arbeitshandschuhe, Regenschutzkleidung

Kategorie II

Mittlere PSA — Mittlere Risiken

Alles, was nicht unter Kategorie I oder III fällt. EU-Baumusterprüfung durch eine benannte Stelle erforderlich. Dies ist die häufigste Kategorie im betrieblichen Alltag.

Beispiele: Sicherheitsschuhe, Schutzbrillen, Warnschutzkleidung, Industrieschutzhelme

Kategorie III

Komplexe PSA — Tödliche oder irreversible Gefahren

Schutz gegen lebensbedrohliche Gefahren oder Gefahren, die die Gesundheit irreversibel schädigen können. EU-Baumusterprüfung plus laufende Produktionsüberwachung erforderlich. Jährliche Unterweisung mit praktischen Übungen ist für den Arbeitgeber Pflicht.

Beispiele: Atemschutz, Absturzsicherung, Chemikalienschutzanzüge, Hitze-/Kälteschutz, Gehörschutz, Schnittschutz

Wichtige PSA-Normen im Überblick

EN- und ISO-Normen definieren Prüfverfahren und Mindestanforderungen an PSA. Diese Normen sollten Einkäufer und Sicherheitsbeauftragte kennen:

NormSchutzbereichGilt für
EN ISO 20345SicherheitsschuheZehenschutzkappe 200 J, Klassen S1–S5
EN ISO 20471WarnschutzkleidungHochsichtbarkeit, 3 Klassen, Reflexstreifen
EN 388SchutzhandschuheSchnitt-, Stich-, Abrieb- und Reißfestigkeit
EN 397IndustrieschutzhelmeStoßdämpfung, Durchdringungsfestigkeit
EN 166AugenschutzSchutzbrillen, Korbrillen, Visiere
EN 352GehörschutzStöpsel, Kapseln, aktiver Gehörschutz
EN 149Atemschutz FFPFFP1/FFP2/FFP3 Halbmasken
EN 361AbsturzsicherungAuffanggurte, Falldämpfer, Anschlagpunkte
EN ISO 374ChemikalienschutzHandschuhe gegen Chemikalien + Mikroorganismen
EN 343WetterschutzkleidungWasserdurchlässigkeit + Atmungsaktivität

Häufige Fragen zu PSA

Wer muss PSA bereitstellen?
Der Arbeitgeber ist nach §3 PSA-Benutzungsverordnung verpflichtet, die erforderliche PSA kostenlos bereitzustellen. Die Auswahl erfolgt auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung. Beschäftigte dürfen nicht an den Kosten beteiligt werden.
Was bedeutet die CE-Kennzeichnung bei PSA?
Die CE-Kennzeichnung bestätigt, dass die PSA den Anforderungen der EU-Verordnung 2016/425 entspricht. Bei Kategorie II und III wird die Konformität durch eine unabhängige benannte Stelle (Notified Body) geprüft. Ohne CE-Kennzeichnung darf PSA in der EU nicht in Verkehr gebracht werden.
Wie oft muss PSA geprüft werden?
Die Prüffristen hängen von der PSA-Art und der Herstellerangabe ab. Absturzsicherungen müssen mindestens jährlich durch eine befähigte Person geprüft werden (DGUV Grundsatz 312-906). Atemschutzgeräte je nach Typ alle 6–12 Monate. Bei sichtbarer Beschädigung sofort aus dem Verkehr ziehen.
Dürfen Mitarbeiter eigene PSA mitbringen?
Grundsätzlich nein. Der Arbeitgeber ist für die Auswahl, Beschaffung und Prüfung der PSA verantwortlich. Private PSA kann nur in Ausnahmefällen und nach Zustimmung des Arbeitgebers zugelassen werden — die Verantwortung für die Eignung bleibt beim Arbeitgeber.
Was fördert die Berufsgenossenschaft?
Viele BGen bezuschussen PSA-Anschaffungen im Rahmen von Prämienprogrammen — insbesondere ergonomische PSA, lärmgeminderte Werkzeuge, Absturzsicherungen und innovative Schutzkonzepte. Die Höhe liegt typischerweise bei 20–50% der Anschaffungskosten. Nutzen Sie unseren Fördercheck, um passende Programme zu finden.
Was ist der Unterschied zwischen PSA-Kategorie I, II und III?
Kategorie I schützt gegen minimale Risiken (z.B. Gartenhandschuhe), Kategorie II gegen mittlere Risiken (z.B. Sicherheitsschuhe, Schutzbrillen), Kategorie III gegen tödliche oder irreversible Gesundheitsschäden (z.B. Atemschutz, Absturzsicherung). Je höher die Kategorie, desto strenger das Zertifizierungsverfahren und die Unterweisungspflichten.

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Persönliche Schutzausrüstung auf arbeitsschutz.de

arbeitsschutz.de ist die führende Plattform für Arbeitsschutz in Deutschland. In unserem PSA-Bereich finden Unternehmen Anbieter, Online-Shops und Hersteller für alle Bereiche der persönlichen Schutzausrüstung. Anders als bei Dienstleistungen sind PSA-Anbieter meist überregional tätig — Sie können direkt im Shop bestellen, unabhängig vom Standort. Nutzen Sie unsere facettierte Suche, um Anbieter nach Sortiment, Normen, Versandgebiet und Zertifizierungen zu filtern.