Persönliche Schutzausrüstung
Finden Sie PSA-Anbieter, Online-Shops und Hersteller für alle Bereiche der persönlichen Schutzausrüstung — von Sicherheitsschuhen über Atemschutz bis zur Absturzsicherung.
PSA-Kategorien
Wählen Sie den Schutzbereich, für den Sie Anbieter suchen
Sicherheitsschuhe
S1 bis S5, ESD, durchtrittsicher
Kopfschutz & Schutzhelme
Industriehelme, Anstoßkappen, Forsthelme
Warnschutzkleidung
Warnwesten, Jacken & Hosen nach EN ISO 20471
Atemschutz
Masken, Filter, Gebläse-Atemschutz
Schutzhandschuhe
Schnittschutz, Chemikalien, Hitze & Kälte
Gehörschutz
Stöpsel, Kapselgehörschutz, Otoplastik
Augenschutz & Gesichtsschutz
Schutzbrillen, Visiere, Schweißerschutz
Absturzsicherung
Auffanggurte, Sicherungsseile, Anschlagpunkte
Gehörschutz-Anbieter
0 Anbieter in dieser Kategorie — filtern Sie nach Sortiment, Normen, Versand und mehr
Keine Anbieter gefunden
In dieser Kategorie sind noch keine Anbieter eingetragen.
Warum ist PSA so wichtig?
Persönliche Schutzausrüstung ist die letzte Barriere zwischen Beschäftigten und Gefahren am Arbeitsplatz. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben und muss vom Arbeitgeber kostenlos bereitgestellt werden.
Gesetzliche Pflicht
PSA-Bereitstellung nach PSA-Benutzungsverordnung und DGUV Regel 112-189.
Beschäftigte schützen
Über 800.000 Arbeitsunfälle pro Jahr in Deutschland — PSA rettet Leben.
BG-Prämien nutzen
Viele Berufsgenossenschaften fördern PSA-Anschaffungen mit Prämien und Zuschüssen.
Pflichten des Arbeitgebers bei PSA
Die Bereitstellung von PSA ist kein freiwilliger Bonus — sie ist gesetzlich geregelt im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), der PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) und zahlreichen DGUV-Regeln. Arbeitgeber müssen diese Pflichten erfüllen:
Gefährdungsbeurteilung
Vor der Beschaffung steht die Gefährdungsbeurteilung nach §5 ArbSchG. Sie bestimmt, welche PSA für welche Tätigkeit notwendig ist. Ohne dokumentierte Gefährdungsbeurteilung ist jede PSA-Auswahl willkürlich.
Kostenlose Bereitstellung
Der Arbeitgeber muss die PSA auf seine Kosten beschaffen und in ausreichender Menge bereitstellen (§3 PSA-BV). Mitarbeiter dürfen nicht an den Kosten beteiligt werden — auch nicht anteilig.
Unterweisung & Tragepflicht
Beschäftigte müssen vor der ersten Benutzung und danach mindestens jährlich unterwiesen werden (§3 PSA-BV). Bei Kategorie-III-PSA (z.B. Absturzsicherung, Atemschutz) sind praktische Übungen Pflicht.
Wartung & Austausch
PSA muss ordnungsgemäß gelagert, gewartet, repariert und rechtzeitig ausgetauscht werden. Abgelaufene, beschädigte oder nicht mehr zertifizierte Ausrüstung darf nicht verwendet werden.
Das TOP-Prinzip: PSA ist die letzte Maßnahme
PSA kommt erst zum Einsatz, wenn technische Maßnahmen (T), organisatorische Maßnahmen (O) und persönliche Verhaltensregeln (P) die Gefährdung nicht ausreichend minimieren können. Die sogenannte Maßnahmenhierarchie ist in §4 ArbSchG verankert: Gefahrenquellen beseitigen > technisch abschirmen > organisatorisch regeln > erst dann: PSA einsetzen.
PSA richtig beschaffen — Checkliste für Einkäufer
Die Beschaffung von PSA ist mehr als eine Bestellung im Online-Shop. Wer die folgenden Punkte beachtet, spart langfristig Kosten und schützt seine Mitarbeiter bestmöglich.
CE-Kennzeichnung prüfen
Nur PSA mit gültiger CE-Kennzeichnung und EU-Konformitätserklärung darf in Verkehr gebracht und verwendet werden. Die CE-Kennzeichnung bestätigt die Konformität mit der EU-Verordnung 2016/425.
Passende Norm identifizieren
Jede PSA-Art hat zugehörige EN- oder ISO-Normen (z.B. EN ISO 20345 für Sicherheitsschuhe, EN 388 für Schnittschutzhandschuhe). Die Norm definiert Prüfverfahren und Mindestanforderungen — prüfen Sie, ob die Schutzklasse zum Risiko passt.
Tragekomfort testen
PSA, die unbequem ist, wird nicht getragen. Lassen Sie Beschäftigte Muster testen, bevor Sie in großen Stückzahlen bestellen. Viele Hersteller stellen kostenlose Bemusterung zur Verfügung.
Kombinierbarkeit sicherstellen
Werden mehrere PSA-Arten gleichzeitig getragen (z.B. Helm + Gehörschutz + Schutzbrille), darf die Schutzwirkung nicht beeinträchtigt werden. Testen Sie die Kombination im Einsatz.
Lieferkette und Verfügbarkeit
Achten Sie auf zuverlässige Lieferzeiten und ausreichende Lagerbestände. Ein Ersatz-Lieferant für kritische PSA vermeidet Engpässe. Viele Anbieter auf arbeitsschutz.de bieten Rahmenverträge an.
BG-Förderung prüfen
Viele Berufsgenossenschaften bezuschussen die Anschaffung hochwertiger PSA mit Prämien von bis zu 50% — insbesondere bei ergonomischer PSA, lärmgeminderten Geräten oder Absturzsicherungen.
PSA-Kategorien nach EU-Verordnung 2016/425
Die EU-Verordnung teilt PSA in drei Risikokategorien ein. Die Kategorie bestimmt, welches Konformitätsbewertungsverfahren ein Hersteller durchlaufen muss — und welche Pflichten Arbeitgeber bei Unterweisung und Prüfung haben.
Einfache PSA — Geringe Risiken
Schutz gegen oberflächliche mechanische Verletzungen, Kontakt mit schwach wirkenden Reinigungsmitteln, UV-Strahlung (Sonnenbrillen), Witterung. Selbstzertifizierung durch den Hersteller genügt.
Beispiele: Gartenhandschuhe, leichte Arbeitshandschuhe, Regenschutzkleidung
Mittlere PSA — Mittlere Risiken
Alles, was nicht unter Kategorie I oder III fällt. EU-Baumusterprüfung durch eine benannte Stelle erforderlich. Dies ist die häufigste Kategorie im betrieblichen Alltag.
Beispiele: Sicherheitsschuhe, Schutzbrillen, Warnschutzkleidung, Industrieschutzhelme
Komplexe PSA — Tödliche oder irreversible Gefahren
Schutz gegen lebensbedrohliche Gefahren oder Gefahren, die die Gesundheit irreversibel schädigen können. EU-Baumusterprüfung plus laufende Produktionsüberwachung erforderlich. Jährliche Unterweisung mit praktischen Übungen ist für den Arbeitgeber Pflicht.
Beispiele: Atemschutz, Absturzsicherung, Chemikalienschutzanzüge, Hitze-/Kälteschutz, Gehörschutz, Schnittschutz
Wichtige PSA-Normen im Überblick
EN- und ISO-Normen definieren Prüfverfahren und Mindestanforderungen an PSA. Diese Normen sollten Einkäufer und Sicherheitsbeauftragte kennen:
| Norm | Schutzbereich | Gilt für |
|---|---|---|
| EN ISO 20345 | Sicherheitsschuhe | Zehenschutzkappe 200 J, Klassen S1–S5 |
| EN ISO 20471 | Warnschutzkleidung | Hochsichtbarkeit, 3 Klassen, Reflexstreifen |
| EN 388 | Schutzhandschuhe | Schnitt-, Stich-, Abrieb- und Reißfestigkeit |
| EN 397 | Industrieschutzhelme | Stoßdämpfung, Durchdringungsfestigkeit |
| EN 166 | Augenschutz | Schutzbrillen, Korbrillen, Visiere |
| EN 352 | Gehörschutz | Stöpsel, Kapseln, aktiver Gehörschutz |
| EN 149 | Atemschutz FFP | FFP1/FFP2/FFP3 Halbmasken |
| EN 361 | Absturzsicherung | Auffanggurte, Falldämpfer, Anschlagpunkte |
| EN ISO 374 | Chemikalienschutz | Handschuhe gegen Chemikalien + Mikroorganismen |
| EN 343 | Wetterschutzkleidung | Wasserdurchlässigkeit + Atmungsaktivität |
Häufige Fragen zu PSA
Wer muss PSA bereitstellen?
Was bedeutet die CE-Kennzeichnung bei PSA?
Wie oft muss PSA geprüft werden?
Dürfen Mitarbeiter eigene PSA mitbringen?
Was fördert die Berufsgenossenschaft?
Was ist der Unterschied zwischen PSA-Kategorie I, II und III?
Sie sind PSA-Anbieter?
Präsentieren Sie Ihr Sortiment auf der führenden Arbeitsschutz-Plattform in Deutschland. Erreichen Sie Einkäufer, Sicherheitsbeauftragte und Geschäftsführer, die aktiv nach PSA-Produkten suchen.
Persönliche Schutzausrüstung auf arbeitsschutz.de
arbeitsschutz.de ist die führende Plattform für Arbeitsschutz in Deutschland. In unserem PSA-Bereich finden Unternehmen Anbieter, Online-Shops und Hersteller für alle Bereiche der persönlichen Schutzausrüstung. Anders als bei Dienstleistungen sind PSA-Anbieter meist überregional tätig — Sie können direkt im Shop bestellen, unabhängig vom Standort. Nutzen Sie unsere facettierte Suche, um Anbieter nach Sortiment, Normen, Versandgebiet und Zertifizierungen zu filtern.
